Sparvorschläge für Dorsten!
Alle Städte müssen sparen, doch keine Stadt weiß so
richtig wie. Vielleicht haben ja die Bürger Vorschläge? Die
Stadtverwaltung hat reichlich Vorschläge eingesammelt: Von
Todesanzeigen bis Katzensteuer, vom Spaßbad-Verkauf bis zur
Straßennamen-Versteigerung. Aber: Vieles ist längst bekannt,
manches ist unmöglich, nichts ist entschieden.
Selbstverständlich geht es bei der ganzen Ideen-Sammelei
geordnet zu. Im Internet hat die Stadt mehrere Kategorien
eingerichtet, die Vorschläge werden anonym veröffentlicht
und sofort mit einer Anmerkung der Verwaltung versehen. Seit
Anfang Juni wird gesammelt.
Man könne doch die Zahl der Ratsmitglieder verkleinern
(möglich) oder die Aufwandsentschädigung reduzieren (geht
nicht, gesetzlich festgelegt) oder die Zahl der Dezernenten
verringern (es gibt ohnehin nur noch einen Beigeordneten).
Dorsten soll mal den Stromanbieter wechseln (schon gemacht,
bringt 45.000 pro Jahr), mehr Werbeflächen aufstellen (nicht
erwünscht), Straßennamen versteigern (bedenklich, Rat muss
entscheiden) oder die Beleuchtung am Feuerwehr-Übungsturm
abschalten (würde im Jahr 70 Euro ersparen).
Ein weiterer Radarwagen bringt nichts: Die Dorstener fahren
zu vorsichtig. Städtische Räume vermieten – bringt nichts,
weil das für die Nutzer zu teuer würde. Den Dienstwagen
abschaffen wäre schlecht: die Entschädigung für Privatwagen
wäre teurer als das Leasen. Das Licht auf LED umstellen wäre
zu teuer (und für die Psyche fraglich).
Geht überhaupt was? Vielleicht könnte man das Spaßbad
verkaufen, dann ließen sich die jährlichen Zuschüsse
einsparen. Oder neue Gebäude nicht selber bauen sondern
mieten – damit befasst sich eine Arbeitsgruppe. Städtische
Anleihen könnte man herausgeben – nur nicht zurzeit, da ist
der Zinssatz uninteressant niedrig.
Wenn es schon eine Hundesteuer gibt – warum gibt es keine
Katzensteuer? Schwere Frage, komplizierte Antwort. Da wäre
es leichter, eine Reitpferdesteuer einzuführen, kontert die
Stadtverwaltung.
Bis Januar sammelt die Stadt noch Ideen ein, dann wird erst
einmal eine Bilanz gezogen. Schließlich muss ja auch der
städtische Haushalt aufgestellt werden, in den –
möglicherweise – Bürgerideen einfließen.
Danach, so Stadt-Sprecherin Lisa Bauckhorn, geht es weiter.
Den Bürgerideen werden keine Grenzen gesetzt.
Quelle: Marlaktuell.de
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Vorschlag"
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Sparvorschläge
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