Begeisterung löste die Vorstellung des neuen Einkaufszentrums
rund um Aldi nur beim Präsentator Ralf Ehlert, Geschäftsführer beim
Investor Tempelmann, aus. Die mehr als 200 Zuhörer des Bürgerforums
Wulfen reagierten skeptisch und sorgten sich um Einkaufsniveau und
um eine Wellblech-Optik.
Bis zum zweiten Quartal 2009 – dem Eröffnungs-Zeitpunkt – wird noch
viel geschehen: Die Postfiliale bleibt, aber das Verteilzentrum
erhält ein eigenes Gebäude, daneben kommen in weitere Gebäude ein
Getränke-Markt sowie ein Imbiss. Davor wird sehr viel Platz fürs
Parken bleiben. In das Ladenlokal vor Aldi zieht ein Drogeriemarkt,
davor wird noch eine Videothek gebaut.
Erst wenn diese Gebäude stehen, kann auf der unteren Ebene Edeka auf
2100 qm einziehen, daneben bleibt Tedi und die Spielhalle kommt in
die Umfahrt. Architekt Peter Broich erklärte, von dem „Wellblech“
habe man genug, jetzt werde man wieder auf steinerne Mauern setzen.
Was die Zuhörer mit Erleichterung aufnahmen.
Mit der bisherigen Einkaufszeile und dem früheren Toom-Markt wird
nichts passieren, erklärte Bürgermeister Lambert Lütkenhorst. Der
Medico-Fond zeige kein Interesse an einem Verkauf, ebenso wenig der
Luxemburger Besitzer des Toom-Markt-Gebäudes. Das Gebäude ist noch
mit mehr als mehreren Millionen Euro belastet, so viel Geld will
aber niemand aufwenden, um es dann abzureißen und die Fläche zu
bebauen. Die Stadt ist ohnmächtig und setzt auf Zeit, zum Bedauern
der Barkenberger.
Die kritisierten auch, dass sie bei den Planungen für das „neue“
Zentrum nicht einbezogen wurden – anders als bei der Bebauung des
Brauerei-Geländes in Alt-Wulfen. Das lag halt daran, dass es in
Barkenberg neben Tempelmann eben keinen anderen Investor gab (und
gibt). So habe die Stadt auch keine Alternativen gehabt. Die
Bebauung richte sich eben nach den Bedürfnissen des Investors,
erklärte der Bürgermeister und zeigte Verständnis: Der wolle doch
schwarze Zahlen schreiben und keine roten.
Inzwischen will der die Bürger einbeziehen und an der Namensfindung
für das neue Einkaufszentrum beteiligen. Bei „PEP“ als Abkürzung für
„Prisma-Einkaufs-Park“ müsse es nicht bleiben. Bis zum 31. Oktober
werden Vorschläge angenommen, Preise winken als Belohnung. Ideen
sind zu senden an reif@prismaimmobilien.de oder an Prisma
Immobilien, Borkener Straße 66, 46284 Dorsten. Stichwort: „Name“.

Quelle: marl-aktuell.de