Ganz im Zeichen des Wassers stand Dorsten an diesem
Wochenende. Mit vielen Attraktionen rund um das kühle Nass
lockte das Kanaluferfest zahlreiche Besucher an die
Uferpromenade.
Neben
dem bereits obligatorischen Sandstrand – diesmal doppelt so
lang wie im Vorjahr – und den kulinarischen Angeboten waren
auch erneut viele Händler zu finden.
Vom Schmuck über
Kunsthandwerk bis hin zur Tauchausrüstung und
leistungsstarken Bootsmotoren – für fast jeden Geschmack war
etwas dabei.
Elefantenbootrennen |

Am Sandstrand und im Liegestuhl
lässt es sich prima aushalten. |
„Wenn wir gleich mitfahren, müssen wir es langsam angehen
lassen. Sonst haben die anderen Teams doch gar keine
Chance.“ Sebastian Braun ging mit seinen Kanufreunden
Dorsten beim diesjährigen Elefantenbootrennen an den Start.
Neben den zwei Mannschaften der Kanufreunde, die auch die
Boote zur Verfügung
stellten und in Person von Heribert Brüggemann für einen
sicheren Ablauf des Rennens sorgten, nahmen unter anderem
auch das Ordnungsamt, die Oldtimer-Freunde, Ten Sing Gahlen
und die Dorstener Altstadtschützen am Wettkampf teil.
Überdies stiegen Vertreter der CDU, SPD, FDP und der Grünen
ins Boot. Sie traten zum großen Politikerrennen an.
Szenenwechsel: Johannes Schwieger hilft mir beim Einstieg in
die „Victoria“. Der Hamburger Geschichts- und
Biologiestudent gibt an Deck die Kommandos und erklärt den
etwa 20 Ruderern, was sie zu tun haben, wenn sie Anweisungen
wie „Ruder an“, „Streichen“ oder „Halt Wasser“ hören. Dann
ist die „Victoria“, der originalgetreue Nachbau eines
römischen Patrouillenbootes, der bereits am Freitag mit dem
Schwertransport angeliefert worden war, bereit zum Ablegen.
Ein frischer Wind weht über das Wasser des
Wesel-Datteln-Kanals.
20 Minuten rudern
Während
der Fahrt erläutert Schwieger Geschichte und Funktion des
Bootes: „Zum einen gehört das im Zeitraum April 2007 bis
März 2008 erbaute Schiff zur Ausstellung
Imperium.Konflikt.Mythos des LWL-Römermuseums in Haltern am
See. Zum anderen werden mit ihm auch Testfahrten
unternommen.“
Nach gut 20 Minuten auf dem Wasser heißt es dann „Riemen
bei“. Die knapp 300 000 Euro teure „Victoria“ – von
Hamburger Studenten und der Harburger Werft
„Jugend in
Arbeit“ erbaut – legt wieder am
Ufer an
und entlässt seine Dorstener Ruderer
an Land. |

Kostenloses Mitrudern im originalgetreu nachgebauten
römischen Kriegsschiff „Victoria“
|
Doch nicht nur die „Victoria“ sorgte bei den Besuchern für
Aufsehen. Auch die Bootsparade des Rudervereins Dorsten, die
vom ersten Vorsitzenden Alexander Sondermann mit einigen
fachmännischen Erläuterungen zum Rudersport begleitet wurde,
und die schwimmende Bühne des Atlantis-Freizeitbades lockten
Zuschauer an.
Als „Stadt am Wasser“ hat Dorsten seinem Namen mit dem
Kanaluferfest alle Ehre gemacht.
Quelle:
Dorstener Zeitung
Fotostrecke Dorstener Kanaluferfest 2008